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Firmenjubiläum: DGN feiert 25-jähriges Bestehen

Ein Vierteljahrhundert Deutsches Gesundheitsnetz - unser Firmenjubiläum nehmen wir zum Anlass für einen Rückblick auf unsere Unternehmensgeschichte und zugleich für einen Blick nach vorn. Denn die Feierlichkeiten haben wir mit dem Richtfest an unserem künftigen Unternehmenssitz in Kaarst verbunden. Der Umzug ist für Mitte 2023 geplant.

Laptop & Stethoskop - Bildquelle: Stocksnap auf Pixabay

Wie alles begann

Gegründet wurde das DGN 1997 auf Initiative der Bundesärztekammer (BÄK) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) für den Betrieb des bundesweit ersten Intranets, das exklusive für approbierte Ärzt:innen zugänglich war. Beteiligt war zudem die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank), die später alleiniger Gesellschafter war (bis 2010). Eines der Ziele wurde seinerzeit wie folgt formuliert: Ärzt:innen sollen "in einem bundeseinheitlichen Informations- und Kommunikationsverbund Informationen online mit ihren Körperschaften und untereinander austauschen können; dabei soll durch Sicherheitsstandards, die von den ärztlichen Körperschaften vorgegeben und überwacht werden, die Vertraulichkeit der Übermittlung insbesondere patientenbezogener Daten gewährleistet werden" (Deutsches Ärzteblatt, 1997).

Schon zur Gründungszeit war ein breites Spektrum an Online-Anwendungen geplant, die Ärzt:innen in der täglichen Arbeit unterstützen sollten - vom Einholen von Zeitmeinungen über den Austausch von elektronischen Arztbriefen bis zur Übermittlung von Patientendaten. Zudem sollten Vertragsärzt:innen in die Lage versetzt werden, ihre Leistungen gegenüber den Kassenärztlichen Vereinigungen online abzurechnen. Viele dieser Anwendungen sind heute fester Bestandteil des ärztlichen Arbeitsalltags.

Vom Intranet-Provider zum Signaturkartenanbieter

Mit dem ApoNet schaffte das DGN im Oktober 1998 ein weiteres heilberufsspezifisches Intranet-Angebot, das sich als erstes seiner Art an die Apothekerschaft richtete und später in aponet Professional umbenannt wurde. Im Februar 2001 ging zudem das Deutsche Zahnarzt-Netz, kurz DZN, online. Im Jahr 2004 erreichte das DGN mit seinen drei Intranet-Portalen insgesamt rund 35.000 Angehörige der akademischen Heilberufe.

Screenshot DZN

Im Laufe der Zeit entwickelte sich das DGN vom reinen Intranet-Provider zu einem IT-Dienstleister für sichere Kommunikation und Vernetzung im Gesundheitswesen weiter. Bereits Ende der 1990er Jahre begann das Unternehmen, eine eigene Public-Key-Infrastruktur (PKI) zu errichten, die digitale Zertifikate ausstellen, verteilen und prüfen konnte. Mit der Vision, künftig auch Zertifikate auf qualifiziertem Niveau für elektronische Heilberufsausweise (eHBA) anbieten zu können, wurde die PKI zunächst 2003 erneuert und ein höheres Sicherheitsniveau umgesetzt.

Vertrauensdiensteanbieter nach eIDAS

Im Jahr 2007 wurde das mandantenfähige DGN Trustcenter durch die Bundesnetzagentur akkreditiert, und das DGN produzierte über zehn Jahre als Zertifizierungsdiensteanbieter (ZDA) elektronische Signaturkarten nach Signaturgesetz (SigG) für verschiedene Branchen. Heute ist das DGN ein nach der europäischen eIDAS-Verordnung qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter (VDA) und gibt qualifizierte elektronische Signaturkarten, Zertifikate sowie EU-weit gültige qualifizierte elektronische Zeitstempel aus.

Vom elektronischen Rechtsverkehr über die Arbeitnehmerüberlassung bis zur eVergabe - DGN Produkte kommen in vielfältigen Fachanwendungen und Branchen zum Einsatz. Der Schwerpunkt der Tätigkeit lag seit jeher indes im Gesundheitswesen. Als erster Anbieter erhielt das DGN bereits im Juni 2004 die Zulassung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) für die ZOD-Sicherheitstechnologie ("Zahnärzte Online Deutschland"). Die ZOD-Karte war der erste elektronische Berufsausweis speziell für die Zahnärzteschaft, wurde exklusiv im DGN Trustcenter produziert und über die medisign GmbH angeboten.

Die Unternehmensgruppe

Seit 2010 zählt das DGN zu einer Unternehmensgruppe, der auch die Praxissoftware-Anbieter FREY ADV GmbH, S3 Praxiscomputer GmbH sowie zu 50 Prozent die InterData Praxiscomputer GmbH angehören. Gemeinsam mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank ist das DGN seit Ende 2015 Gesellschafter des Signaturkartenanbieters medisign GmbH (zu je 50 Prozent). Die Geschäfte führt Armin Flender, der das DGN zu einem der marktführenden IT-Dienstleister im deutschen Gesundheitswesen weiterentwickelte. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 70 Mitarbeitende am Standort Düsseldorf.

Armin Flender

Geschäftsführer Armin Flender

Berufsausweise für das Gesundheitswesen

Über viele Jahre war medisign der einzige von den (Zahn-) Ärztekammern zugelassene Anbieter für qualifizierte Signaturkarten im Gesundheitswesen, den so genannten elektronischen Heilberufsausweisen (eHBA) der ersten Generation (Generation 0). Heute ist medisign einer von drei bzw. zugelassenen Anbietern für eHBA der 2. Generation im deutschen Gesundheitsmarkt - für derzeit vier Heilberufsgruppen: Ärzt:innen, Zahnärzt:innen, Apotheker:innen sowie Psychotherapeut:innen.

eHBA medisign

Herausgeber der personenbezogenen Ausweise im Scheckkartenformat sind die jeweiligen Kammern, produziert werden sie im DGN Trustcenter. Als technischer Dienstleister von medisign ist das DGN auch für die Antragsprüfung, Logistik, Kundenbetreuung sowie für Abrechnungsdienste verantwortlich.

Ebenso stellt das DGN in seinem Trustcenter Secure Module Cards Typ B (SMC-B) für das Gesundheitswesen her, die Praxen und Apotheken für den Zugang zur Telematikinfrastruktur (TI) benötigen. Hier ist medisign einer von drei zugelassenen Anbietern für Psychotherapie- und Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Apotheken. Sowohl der eHBA als auch die SMC-B sind erforderliche Bausteine, um die TI-Anwendungen nutzen zu können, die durch das Bundesgesundheitsministerium vorgegeben werden (e-Health-Gesetz). Dazu zählt u. a. die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und künftig das eRezept.

Anbindung an die Telematikinfrastruktur

In Kooperation mit verschiedenen Herstellern von Praxisverwaltungssoftware (PVS) und Partnern bietet das DGN seit Ende 2018 ein Ausstattungspaket für die Anbindung von Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) an. Im Jahr 2021 wurde das Unternehmen von der gematik zugelassen, Praxen und Kliniken mit dem E-Mail-Fachdienst KIM (Kommunikation im Medizinwesen) auszustatten, mit dem TI-Teilnehmer vertrauliche Nachrichten und medizinische Dokumente sicher austauschen können.

Der selbst entwickelte Kommunikationsrouter DGN GUSbox, der über viele Jahren u. a. als KV-SafeNet-Zugängsgerät diente, kommt in Praxen und Kliniken für verschiedene Anwendungen zum Einsatz, zum Beispiel als Download-Manager für PVS-Updates, für die Online-Abrechnung oder für die digitale Laborbeauftragung.

25 Jahre DGN

Im September 2022 feierte das DGN sein Firmenjubiläum und zugleich Richtfest am neuen Firmenstandort in Kaarst.

Neuer Standort ab 2023

Als einer der führenden Anbieter ganzheitlicher IT-Lösungen im Gesundheitswesen ist das DGN in den vergangenen 25 Jahren auch personell stark gewachsen und möchte sein Team weiter verstärken. "Unser neuer Standort in Kaarst ist nicht nur verkehrsgünstig gelegen, sondern schafft viel Raum für effizientes Arbeiten", freut sich Geschäftsführer Armin Flender. "Das großzügig geschnittene und offen gestaltete Gebäude soll zum einen den erfolgreichen Wachstumskurs der vergangenen Jahre widerspiegeln, zum anderen die Kommunikation und Kreativität der Mitarbeiter fördern."

Das dreigeschossige Bürogebäude entsteht auf knapp 8.400 m² im Gewerbegebiet Hüngert, verkehrsgünstig am Kaarster Kreuz gelegen. Der Umzug mit den derzeit rund 70 Mitarbeitenden ist für Mitte 2023 geplant.

Neuer DGN Standort in Kaarst

So wird der neue Firmensitz des DGN künftig aussehen.

Quellen & weitere Informationen

 

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