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Zwei mobile Kartenlesegeräte erhalten TI-Zulassung

Die gematik hat zeitgleich Zulassungen für zwei mobile Kartenlesegeräte erteilt. Eines davon ist im DGN TI Starterpaket enthalten. Damit sind alle erforderlichen Komponenten für die Anbindung von Praxen an die Telematikinfrastruktur (d. h. TI Konnektor, VPN-Zugangsdienst, stationäre und mobile Kartenterminals, Praxisausweis) ab sofort am Markt erhältlich. Aufgrund ausstehender Zulassungen - vor allem bei den TI Konnektoren - ist die Auswahl jedoch nach wie vor sehr beschränkt.

Bildquelle: Ingenico

Das Zulassungsverfahren der gematik erfolgreich durchlaufen haben die mobilen Kartenterminals der Ingenico Healthcare GmbH (ORGA 930 M online) und das baugleiche Gerät der Cherry GmbH (CHERRY ST-1530). Bei der neuen Version werden die Versichertendaten schon im mobilen Kartenterminal ausgewertet, um beispielsweise eine abgelaufene elektronische Gesundheitskarte zu erkennen. Diese Version ist zudem notwendig, um auch nach der bundesweiten Einführung des Online-Abgleichs der Versichertenstammdaten alle Versichertendaten von der Gesundheitskarte auslesen zu können.

Für die Bestandsgeräte von Ingenico Healthcare (ORGA 930 M, Update VSDM) und der Zemo GmbH (ZEMO VML-GK2, Update VSDM) wurde zudem ein Update zugelassen.

Mit Kartenleser auf Hausbesuch

Mit den mobilen Kartenterminals können Ärzte einem Bericht der Ärzte Zeitung zufolge auf Hausbesuchen nicht nur die elektronischen Gesundheitskarten (eGK) der Versicherten einlesen, sondern künftig auch mobil den elektronischen Medikationsplan auslesen.

Obwohl die Geräte den Namenszusatz "online" tragen, wird aber keine mobile Verbindung - auch keine drahtlose über WLAN oder Bluetooth - zur TI hergestellt. Solche Verbindungen seien derzeit durch die gematik für die aktuellen Kartenterminals noch nicht spezifiziert und wären daher aus heutiger Sicht nicht zulassungskonform, erläuterte Oliver Neufuß, Geschäftsführer bei Ingenico Healthcare, in einem Gespräch mit der Ärzte Zeitung.

Weiterer Praxisausweis notwendig

Für den Betrieb und den Zugriff auf die eGK benötigen die jetzt zugelassenen mobilen Kartenterminals einen Praxisausweis (SMC-B) oder einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) der zweiten Generation. Die so genannten G2-Ausweise sind jedoch noch nicht am Markt verfügbar.

Wer Haus- und Pflegeheimbesuche durchführt, benötigt neben dem Praxisausweis für das stationäre Kartenterminal also auch noch eine weitere SMC-B für das mobile Terminal. Erhältlich sind diese bei zugelassenen Vertrauensdiensteanbietern. Für Ärzte und Psychotherapeuten ist dies zum Beispiel das DGN-Tochterunternehmen medisign.

Quellen & weitere Informationen

DGN Team KC

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Katja Chalupka Redaktion & Öffentlichkeitsarbeit Niederkasseler Lohweg 185 40547 Düsseldorf
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