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DGN TI Starterpaket: Roll-out läuft nach Plan

Ende dieser Woche läuft die Bestellfrist für TI-Ausstattungskomponenten ab. Bis 30. Juni müssen Praxen an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sein, um den ersten Versichertenstammdaten-Abgleich durchführen zu können. Das TI Starterpaket des DGN, das seit Ende des vergangenen Jahres ausgeliefert wird, ist inzwischen in zahlreichen Praxen installiert. Die PVS-Hersteller und Partner, mit denen das DGN zusammenarbeitet, zeigen sich zufrieden mit dem bisherigen Roll-out.

DGN TI Starterpaket

"Bei den TI-Auslieferungen liegen wir voll im Plan", berichtet Dirk Fellenberg, Geschäftsführer des DGN-Tochterunternehmens InterData Praxiscomputer GmbH. Der mittelständische Arztsoftware-Hersteller mit Sitz im münsterländischen Greven bietet seine auf Windows- und Linux-Systemen laufende Software InterARZT ausschließlich regional an, so dass der Support aus erster Hand erfolgt. Gut 90 Prozent der Kunden haben das DGN TI Starterpaket bereits geordert. "Wenn die restlichen Praxen noch bis Ende dieser Woche bestellen, liefern und installieren wir die TI-Ausstattung bis zum 30. Juni 2019", verspricht Fellenberg.

Die Techniker von InterData installieren die TI-Komponenten im laufenden Praxisbetrieb. Dazu bekommen sie einen freien Raum in der Praxis, wo alle Geräte zusammenstehend angeschlossen und konfiguriert werden. Nur ein längeres Kabel verbindet die Technik mit der Praxis. "So wird der Arbeitsalltag überhaupt nicht gestört, was bei den Praxen sehr positiv ankommt", so Fellenberg.

Installationen verlaufen reibungslos

Auch bei der INDAMED EDV-Entwicklung und -Vertrieb GmbH, deren Praxissoftware MEDICAL OFFICE in gut 2.000 Praxen zum Einsatz kommt, läuft die Einrichtung der Telematikinfrastruktur derzeit auf Hochtouren. "Etwa 75 Prozent unserer Kunden haben die TI-Komponenten schon bestellt", sagt INDAMED-Geschäftsführer Uwe Streit. "In ca. 30 Prozent der Praxen ist die TI-Ausstattung bereits installiert."

Die Installationen seien im Großen und Ganzen recht flüssig verlaufen. "Das Management bei auftretenden Problemen, z. B. der Prozess im Umgang mit defekten Geräten, ließe sich noch optimieren", räumt Streit ein.

Praxisausweis muss bei Installation vorliegen

Bei der S3 Praxiscomputer GmbH, ebenfalls ein DGN-Tochterunternehmen, haben bislang rund 77 Prozent der Kunden das TI Starterpaket bestellt. Ein gutes Drittel davon ist bereits an die TI angeschlossen. "Praxen, die bis Ende Februar bestellt hatten, versprechen wir die Zustellung der TI-Komponenten bis zum 30. Juni", berichtet Max Flender, bei S3 für Marketing und Vertrieb zuständig. "Eine Installation in der Praxis bis zu diesem Datum können wir nicht garantieren, arbeiten aber mit Hochdruck daran, alle Kunden möglichst schnell zu versorgen." Der Engpass sei nicht die fristgerechte Lieferung der Konnektoren, die ja erst im Dezember 2018 von der gematik zugelassen worden waren, sondern der viel zu knappe Zeitrahmen für die Installationen vor Ort durch kompetente Techniker.

"Wichtig ist, dass beim Installationstermin ein freigeschalteter Praxisausweis (SMC-B) vorliegt", appelliert Flender an die Praxen. "Sonst können wir die bestellten TI-Komponenten nicht in Betrieb nehmen!" Praxen sollten den Ausweis deshalb rechtzeitig, ca. 4-6 Wochen vor Termin, beantragen. Zudem sollten Praxen daran denken, dass für den Betrieb des mobilen Kartenlesegeräts ein weiterer Praxisausweis benötigt wird. Die Kosten für die zweite SMC-B wird durch die zuständige KV erstattet, sofern die Praxis Haus- und Pflegeheimbesuche durchführt und somit Anspruch auf Vergütung des mobilen Kartenlesegeräts hat.

Regionale Unterschiede bei TI-Anbindung

Mit TI-Bestellquoten von über 70 Prozent, bei InterData sogar von über 90 Prozent, scheinen die drei befragten Softwarehäuser über dem bundesweiten Durchschnitt zu liegen. Denn obwohl die Bestellfrist in wenigen Tagen abläuft und viele KVen mit Rundschreiben ihre Mitglieder auf die drohenden Sanktionen hingewiesen haben, sind verschiedenen Medienberichten zufolge noch lange nicht alle Ärzte aktiv geworden.

Dass es bei der TI-Anbindung zudem erhebliche regionale Unterschiede gibt, zeigt ein KVen-Vergleich der Ärzte Zeitung: Demzufolge liegt bei einigen KVen, etwa der KV Nordrhein, der Anteil von Ärzten, die an die TI angeschlossen sind, bei unter 20 Prozent. Die Nachbar-KV Westfalen-Lippe meldet hingegen eine Anschlussquote von 40 Prozent. Viele der befragten KVen berichten, dass die Installation und der nachfolgende TI-Betrieb in den meisten Praxen rund laufen.

TI Starterpaket des DGN

Zum Hintergrund: Das DGN bietet in Kooperation mit gut 20 Partnern (Praxissoftware-Hersteller und einige Kliniken) ein TI Starterpaket an, das seit Dezember 2018 ausgeliefert wird. Es umfasst folgende Komponenten:

  • den DGN TI Konnektor (Zulieferer ist die secunet Security Networks AG)
  • ein Servicepaket inkl. VPN-Zugangsdienst (von Arvato Systems) und Konnektorwartung
  • zwei stationäre E-Health-Kartenterminals zur Auswahl (Ingenico ORGA 6164 online oder CHERRY G87-1505)
  • optional ein mobiles Kartenterminal (Ingenico ORGA 930 M)

 

"Unser TI Starterpaket in seiner jetzigen Form ist auf die Systeme unserer Partner optimal abgestimmt", berichtet DGN-Geschäftsführer Armin Flender. "Da sich der DGN TI Konnektor um zusätzliche Applikationen modular erweitern lässt, ist er zukunfts- und investitionssicher."

Nicht automatisch im DGN TI Starterpaket enthalten ist der für die Inbetriebnahme erforderliche Praxisausweis (SMC-B), denn aufgrund des Prüfverfahrens durch die Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen müssen Praxen ihre/n Ausweis/e selbst bei einem zugelassenen Vertrauensdiensteanbieter (VDA) beantragen. Dazu zählt auch die medisign GmbH, ein gemeinsames Tochterunternehmen des DGN und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank.

Quellen & weitere Informationen

 

Autor: Katja Chalupka

DGN Team KC

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