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100 Euro mehr für stationäre Kartenterminals

Die Pauschale, die Praxen für den Konnektor zum Anschluss an die Telematikinfrastruktur erhalten, wird in diesem Jahr nicht mehr abgesenkt. Darauf haben sich sowohl die Kassenärztliche Bun­desvereinigung (KBV) als auch die Kassenzahnärztliche Bun­desvereinigung (KZBV) mit dem GKV-Spitzenverband geeinigt. Zudem konnte die KBV erreichen, dass der Erstattungsbetrag für stationäre Kartenterminals um 100 Euro angehoben wird.

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Wer seine Praxis bislang noch nicht an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen hat, kann zumindest in punkto Anschaffungskosten aufatmen: Die Pauschale für den TI-Konnektor wird – entgegen den ursprünglichen Planungen der Kassen – in diesem Jahr nun doch nicht abgesenkt. Damit werden Ärzten und Psychotherapeuten sowie Zahnärzten weiterhin 1.547 Euro erstattet. Erst ab 1. Januar 2020 soll eine Absenkung der Konnektor-Pauschale auf 1.014 Euro erfolgen, die eigentlich rückwirkend zum 1. Juli 2019 gelten sollte.

"Damit haben alle Praxen, die die nötige Technik bestellt haben, die Sicherheit, dass sie die bisher gültigen Pauschalen erhalten", wird KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel in den Praxisnachrichten zitiert. Er gehe zudem davon aus, dass bis Jahresende alle Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sind. Nach einem Bericht des Dental Magazins sind bereits etwa 85 Prozent der Zahnarztpraxen an die TI angebunden sind oder haben die Ausstattung bestellt.

Höhere Erstattung für stationäre Kartenterminals

Darüber hinaus wird für KBV-Mitglieder der Erstattungsbetrag für stationäre Kartenterminals ab Januar 2020 angehoben. Die Krankenkassen bezahlen den Praxen 535 Euro für ein Gerät, also 100 Euro mehr als bislang. "Für Praxen, die Anspruch auf zwei oder drei Kartenterminals haben, erhöht sich diese Pauschale dann pro Gerät um 535 Euro", heißt es in der KBV-Meldung. Entscheidend für die Höhe der Pauschale sei weiterhin der Installationstermin.

Der Komplexitätszuschlag für größere Praxen (einmalig 230 Euro für Praxen mit Anspruch auf ein 2. Kartenterminal; einmalig 460 Euro für Praxen mit Anspruch auf ein 2. und 3. Kartenterminal) entfällt zum 1.1.2020.

Bei NFDM und eMP: 100 Euro mehr ab 1. Oktober

Praxen, die ihre Praxis-IT auf den elektronischen Medikationsplan (eMP) und das Notfalldatenmanagement (NFDM) umstellen und weitere Kartenterminals benötigen, erhalten bereits ab 1. Oktober 2019 pro Gerät 535 Euro. Dabei ist laut KBV die Anzahl der Terminals, die in Anspruch genommen werden können, von der Zahl der Betriebsstättenfälle abhängig: ein zusätzliches Terminal je angefangene 625 Betriebsstättenfälle.

Für den Aufwand der Praxen bei der Einführung des eMP und NFDM gibt es eine neue Zusatzpauschale von 60 Euro. Diese kann abhängig von der Zahl der Betriebsstättenfälle je Gerät abgerechnet werden. Der Zuschlag ist zeitlich befristet: Er wird vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 gezahlt.

Fachanwendungen erfordern Konnektor-Update

Damit Praxen mit dem eMP und dem NFDM arbeiten können, sind Updates von Konnektor und Praxisverwaltungssystem erforderlich. Die dafür bereits ausgehandelte Pauschale bleibt laut KBV unverändert bei 530 Euro. Auch der Zuschlag zur Betriebskostenpauschale in Höhe von 4,50 Euro werde beibehalten.

Die aktuell am Markt verfügbaren Konnektoren werden bislang allerdings nur für das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) genutzt. Für die Updates, die für medizinischen Fachanwendungen und die qualifizierte elektronische Signatur erforderlich sind, ist bislang noch keiner dieser Konnektoren zugelassen.

DGN Team KC

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